Das bin ich, Manfred Fiedler - Castrop-Rauxel

Manfred Fiedler, überparteilicher Bürgermeisterkandidat 2020 Castrop-Rauxel

Geboren wurde ich im Norden von Dortmund, in Lindenhorst, und zwar wahrhaftig. Denn ich bin eine Hausgeburt.  Das Ruhrgebiet prägte mich früh.
Mein Vater starb bei einem Grubenunglück, als ich zwei war. 
Aufgewachsen bin ich zwischen vier Zechen, die Westfalenhütte in Sichtweite, die mal weiße, mal schweflig-orangene Schwaden aus ihren Schloten pustete. Bis Mitte der 80er Jahre wurden die Zechen nacheinander geschlossen und auch die Westfalenhütte überlebte das Ende der Zechen nur um einige Jahre.

Nach meinem Studium in Bochum arbeitete ich zunächst weiter an der Uni. Als mein Mentor, einer der aufrichtigsten Menschen, die ich je kennen lernen durfte und für mich das Ideal eines wahren Wissenschaftlers, plötzlich starb, „wanderte ich aus“. Erst ins Schwabenland, dann in die Pfalz und schließlich nach Niedersachsen. Ich unterrichtete in Korea, in Osteuropa, hielt Vorträge in England, Frankreich oder Italien.

Menschen zu orientieren ist für mich elementar.

Aber dazu muss man Erfahrungen gemacht haben und immer ein wenig wissbegierig, neugierig bleiben. Geschichten aus dem Trockendock bringen kein Schiff zum Schwimmen. Deswegen habe ich ab Mitte der 90er Jahre im Management von Krankenhäusern gearbeitet. Zum Schluss war ich als operativer Geschäftsführer verantwortlich für 4.000 Mitarbeiter und für die Abläufe in Medizin, Pflege und Service. 
Zuhören, Beobachten, Lernen, nah bei den Menschen und den Abläufen sein. Konkret sein. gemeinsam Ideen entwickeln und mutig sein, diese umzusetzen ist für mich das Wesentliche meiner praktischen Erfahrung als Führungskraft.

Als kleiner Junge wollte ich Astrophysiker werden.

Nachdem ich als Jugendlicher im Krankenhaus mit dem vielen Leiden von Menschen konfrontiert worden bin, habe ich mich jedoch dagegen entschieden. Zu den Sternen greifen, wenn wir unsere Probleme vor Ort nicht gelöst haben, erschien mir falsch. Über den Tellerrand zu schauen, war und ist für mich wichtig.
Ich will Dinge verstehen, vielleicht gerade, weil ich ein Kind des Ruhrgebiets bin, das so radikale Brüche erfahren hat und damit weiß, dass Veränderung die einzige Konstante ist. Aber all das muss auch Freude machen. Denn nur mit Freude und Begeisterung kann man Gutes bewirken. Für sich und mit anderen.

Und eine Prise Kreativität gehört dazu.

Schon als Jugendlicher schrieb ich Kurzgeschichten, Liedertexte und Songs. Noch heute bin ich Mitglied in einer Coverband. Und ich liebe Geschichte. Denn zu ergründen, warum Dinge so sind, wie sie sind, aber auch warum Menschen so geworden sind, wie sie sind, ermöglicht es erst, unsere Zukunft zu gestalten.